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Die Zukunft im Blick

Sie ebnen heute bereits den Weg für die Technologien der Zukunft. Technologien, die derzeitige Systeme revolutionieren werden und zahlreichen Prozessen neuen Durchblick verleihen: Augmented Reality hält Einzug in die Intralogistik. Die Experten von TGW sind mittendrin und entwickeln neue Ansätze für die Aufgaben in einem Logistikzentrum – Innovationsmanagement 4.0.

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Augmented Reality hält Einzug in die Intralogistik.

Augmented Reality hält Einzug in die Intralogistik.

Sie liegt nicht ganz leicht in der Hand, diese HoloLens. Ein bisschen sieht sie aus wie eine überdimensionale Skibrille, die jedoch ganz viel Intelligenz in sich trägt und das auch jedem beweist, der sie aufsetzt. Denn sie eröffnet dem Träger komplett neue Welten, ohne ihn aus seiner Umgebung herauszureißen.

Augmented Reality in der Intralogistik

Die HoloLens basiert auf dem Prinzip der sogenannten Mixed Reality – ein Konzept, das die Augmented Reality noch einen Schritt weiter führt. Im Gegensatz zu Virtual Reality, die den Betrachter in eine völlig neue Welt katapultiert, lädt die HoloLens den Träger auf eine andere Reise ein. „Die HoloLens ist eine Hardware für eine komplett neue Technologie, die wir in der Intralogistik bald nutzen werden. Diese neue Technologie befindet sich in einem sehr frühen Reifegrad, jedoch hält sie langsam aber sicher Einzug in den Markt. Für unsere Branche hat diese Technologie eine besondere Bedeutung“, erzählt Thomas Knogler, Innovation Manager bei der TGW Logistics Group. Das Intralogistikunternehmen plant, designt und realisiert Intralogistikanlagen für weltweit bekannte Marken wie Amazon, Zalando, Esprit, Kärcher oder Jack Wolfskin. Und für diese Intralogiksysteme entwickelt die Unternehmensgruppe auch ihre Komponenten, Technologien und IT selbst.

Daniel Pachinger, Software Development Engineer bei TGW arbeitet bereits seit drei Jahren bei TGW. Während seiner Arbeit in der Software-Entwicklung entdeckte er die Technologien rund um Augmented Reality und begann nebenbei sein Studium des Software Engineerings an der FH Hagenberg. Für seine Abschlussarbeit forscht er nun gemeinsam mit TGW und der Fachhochschule an der Nutzung von Augmented Reality für die Intralogistik. „Wir haben hier
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TGW kooperiert mit unterschiedlichen Bildungseinrichtungen und arbeitet mit Studenten und den Fachbereichen an diversen Forschungsprojekten. Auf die Erkenntnisse dieser Projekte baut die TGW-Gruppe auf.

TGW kooperiert mit unterschiedlichen Bildungseinrichtungen und arbeitet mit...

die großartige Chance, an den Entwicklungen der Zukunft mitzuarbeiten. Die HoloLens wird in Zukunft für das Kommissionieren von Waren in verschiedenen Bereichen im Logistikzentrum eingesetzt. Heute werden dem Kommissionier- oder Verpackungsmitarbeiter über einen Bildschirm Informationen angezeigt, oder er nutzt ein Handheld Device, um seine Aufträge abzuwickeln. Mit der HoloLens betreten wir hier komplett neues Terrain, denn durch den Tiefensensor der Brille erhält der Mitarbeiter genau die Information in seinem Blickfeld, die er benötigt, egal in welche Richtung er blickt. Er hat beide Hände frei und kann ungestört arbeiten – das bringt natürlich eine massive Steigerung der Effizienz mit sich!“, so Pachinger. „Wir gehen von einer Leistungssteigerung von rund 20 Prozent aus. Und genau darauf arbeiten wir hin.“

Forschungsprojekt On-the-Job

TGW ist somit eines der ersten österreichischen Unternehmen, die sich näher mit dieser Technologie beschäftigt, denn eigentlich war die Microsoft HoloLens bis zu diesem Zeitpunkt nur in den USA erhältlich. „In Zusammenarbeit mit unserer Unit in den USA konnten wir für unsere Forschung eine der begehrten Brillen erstehen. Und dank diesem Teamwork kann ich mein Studium mit meinem Job verbinden“, freut sich Daniel Pachinger. Gemeinsam mit dem Innovations- und den Software-Teams wird so an einer neuen Software gearbeitet, die die Hardware für die künftigen Prozesse im Logistikzentrum unbezahlbar macht. „Wir entwickeln sozusagen eine App, die wir danach auf die Hardware installieren. Die HoloLens ist das erste Hardware-Produkt dieser Art am Markt, aber natürlich macht dieses Produkt nicht für alle Anwendungen Sinn. Man muss sich hier schon sehr gut überlegen, welche Strategien man einsetzt,
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Die HoloLens ist das erste Hardware-Produkt dieser Art am Markt.

Die HoloLens ist das erste Hardware-Produkt dieser Art am Markt.

wofür sie letztendlich wirklich genutzt werden kann und wie man alles am besten umsetzt“, sagt Thomas Knogler aus Innovationssicht. „Schließlich muss man auch die Akzeptanz des Kunden in Betracht ziehen, um ein Entwicklungsprojekt erfolgreich abschließen zu können“, fügt er hinzu.

Hand in Hand: Innovation und Softwareentwicklung

Thomas Knogler hat an der FH Wels Innovations- und Produktmanagement studiert und bereits während eines TGW-Praktikums seine Masterarbeit verfasst. Sein Einstieg im Innovations-Management bei TGW war die logische Konsequenz: „Innovationsmanagement bedeutet, neue Technologien und Marktanforderungen im Auge zu behalten, sie zu bewerten, und die Benefits für die Branche und den Kunden herauszufinden. Nicht jede gute Idee wird zur Innovation, nicht jede Innovation kann den Markt durchdringen“, weiß der Experte. Das Projekt dient dazu, Erfahrungen zu sammeln und so genannte „Use Cases“ zu erstellen, um herauszufinden, wie das Produkt am besten einsetzbar ist. „Die HoloLens gibt es schon, Augmented Reality ist nicht erst seit Pokémon Go auf den Handys für alle ein Begriff. Für unsere Bedürfnisse in der Intralogistik gibt es diese Technologie jedoch noch nicht. Unser Ziel ist, die HoloLens genauso zu adaptieren, dass wir sie für unsere Kunden in den Logistikzentren einsetzen können.“

Mit Studienprojekt zur internationalen Karriere

Mit dem Prototypen und Ideen, wie man die HoloLens für die TGW-Intralogistikanlagen adaptieren kann wird Daniel Pachinger sein Forschungsprojekt beenden und seiner Karriere damit auch etwas Gutes tun. „Die Möglichkeit an derartigen
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Innovationsprojekten beteiligt zu sein, ist nicht nur für das Unternehmen wichtig“, erklärt Dietrich Birngruber, Team Lead und Product Owner bei TGW. Bereits seit mehreren Jahren unterstützt der Software-Experte Schüler und Studenten bei ihren Ambitionen und Ideen. In der gesamten Branche wird stark geforscht und Technologien werden stets weiter entwickelt. „Bei TGW widmen wir uns immer mehr den Themen Automatisierung und Robotik – natürlich sind auch die Technologien der Zukunft bereits heute auf unserem Plan“, erklärt Birngruber.

Sämtliche Aspekte rund um die Software sind für die Intralogistikexperten von großer Bedeutung, denn die Anforderungen an eine Logistik-Software sind hoch: „Eine Intralogistikanlage besteht aus vielen Einzelteilen, die jedoch schließlich alle Hand in Hand arbeiten müssen, um das Ziel zu erreichen. Es ist beeindruckend, wenn man bedenkt, dass sowohl die Mechanik und die Mechatronik als auch die Steuerung und die Software dafür sorgen, dass Behälter wie von Geisterhand durch die Hallen transportiert werden“, so Dietrich Birngruber.

Junge Talente fördern

Und genau deshalb ist es wichtig, junge Talente zu fördern. Dietrich Birngruber weiß: „Es liegt an uns, die richtige Programmierung und Mathematik in unsere Strategien einzubinden, um eine intelligente Logistik zum Leben zu erwecken. Es steckt viel Wissen und Know-how in unseren Anlagen – wir bieten den Studierenden einen Einblick in die Praxis und sogar in zukünftige Technologien!“

TGW kooperiert mit unterschiedlichen
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Bildungseinrichtungen in ganz Österreich, so auch mit der TU Wien oder Graz. Ein spezieller Fokus liegt hier bestimmt auf der FH Oberösterreich, vor allem aber Wels, Hagenberg und Steyr und der Johannes Kepler Universität in Linz. Neben Daniel Pachinger arbeiten auch noch weitere Studenten und/oder Mitarbeiter gemeinsam mit dem TGW-Innovationsmanagement an unterschiedlichen Projekten. „Diese Projekte bergen hohes Potenzial und wir bauen auf den Erkenntnissen dieser Forschungen auf“, so Birngruber.

Seit diesem Herbst stellt TGW ein Sponsorship Programm für angehende Experten der Datenanalyse zur Verfügung. An der Johannes Kepler Universität in Linz hat TGW ein zweijähriges Stipendien-Programm für Master-Studierende der Statistik, Mathematik und Wirtschaftsinformatik gestartet. Finanzielle Unterstützung während des Studiums, zeitlich flexible Teilzeitbeschäftigung und Sommerpraktika im Unternehmen sowie die Unterstützung bei der Masterthesis, die von TGW-Spezialisten betreut wird, und schließlich ein Angebot für eine Fixanstellung: „Das künftige Einsatzgebiet der angehenden Data Analysts erstreckt sich von der Analyse von Materialflüssen zur Konzeptionierung von Intralogistiklösungen über die Softwareentwicklung bis hin zum Einsatz von Robotik in der automatisierten Lager- und Fördertechnik“, freut sich Dietrich Birngruber über die vielfältigen Möglichkeiten.

Karrierechancen nutzen

Die TGW-Experten sind sich einig: Wer an neuen Technologien interessiert ist, engagiert und ambitioniert an seiner Karriere arbeitet, der kann eine langfristige Karriere bei TGW einschlagen: „Viele unserer aktuellen Bereichsleiter und sogar Geschäftsführer konnten bereits während oder kurz nach ihrem Studium bei TGW Erfahrungen sammeln.
Und diese Erfahrungen sind von unschätzbarem Wert“, weiß Dietrich Birngruber. Auch Thomas Knogler und Daniel Pachinger können dem nur zustimmen: „Es ist und bleibt spannend, sich mit den neuesten Technologien auseinander zu setzen, die der Markt bislang noch nicht kennt. Wir sind ganz vorne mit dabei und freuen uns auf die Entwicklungen der Zukunft!“

Augmented Reality hält Einzug in die Intralogistik.
TGW kooperiert mit unterschiedlichen Bildungseinrichtungen und arbeitet mit Studenten und den Fachbereichen an diversen Forschungsprojekten. Auf die Erkenntnisse dieser Projekte baut die TGW-Gruppe auf.
Die HoloLens ist das erste Hardware-Produkt dieser Art am Markt.
Durch den Tiefensensor in der HoloLens erhält der Mitarbeiter genau die Information in seinem Blickfeld, die er benötigt - egal in welche Richtung er blickt.
Hand in Hand: Innovation und Softwareentwicklung.


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IT in der Praxis, Oberösterreich

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Logistik ist eine faszinierende Branche, die immer wieder neue Herausforderungen bereithält. Die Knapp AG mit Sitz in Hart bei Graz zählt zu den Global Playern in der Intralogistik und ist Technologieführer in den Bereichen Lagerlogistik, Lagerautomation und Logistiksoftware. Weltweit tragen 3.400 Mitarbeiter an 35 Standorten durch ihr Fachwissen zum Unternehmenserfolg bei. Das steirische Unternehmen ist auf intensivem Wachstumskurs und verstärkt seine Teams an allen Standorten!
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